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Der Zuständigkeitsfinder für Mecklenburg-Vorpommern: Was erledige ich wo?

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  2. Es gibt 6 Leistungen für Einbürgerung

Einbürgerung

Das Einbürgerungsrecht ist so komplex, dass im Internet nur dessen Grundzüge dargestellt werden können. Darüber hinaus bedarf es grundsätzlich einer Beratung durch die zuständige Einbürgerungsbehörde.

Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Wohnort (in der kreisfreien Stadt die Stadtverwaltung, im Landkreis das Landratsamt).

Wer nicht schon durch Geburt oder aufgrund eines besonderen gesetzlichen Erwerbsgrundes die deutsche Staatsangehörigkeit erlangt hat, kann diese durch Einbürgerung erhalten.

Durch Geburt erwirbt ein Kind grundsätzlich automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn

  • ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder
  • zwar beide Eltern Ausländer sind, aber ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt
    • seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und
    • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21.6.1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit besitzt.

Eingebürgerte erhalten die vollen Bürgerrechte wie Wahlrecht, Freizügigkeit, das Recht auf freie Berufswahl oder den Schutz vor Auslieferung und Ausweisung. Für sie gilt die Wehrpflicht ebenso wie die Verpflichtung, sich als Schöffe oder Wahlhelfer in unserer Gesellschaft zu engagieren.

Ein Ausländer, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, kann grundsätzlich selbst einen Einbürgerungsantrag stellen. Eine Einbürgerung wird mit der Aushändigung der Einbürgerungsurkunde wirksam.

Für jede Einbürgerung müssen zunächst folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Es dürfen keine tatsächlichen Anhaltspunkte für eine verfassungsfeindliche oder extremistische Betätigung in Vergangenheit oder Gegenwart vorliegen. Einer Einbürgerung stehen Bestrebungen entgegen, die
    • gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet sind,
    • gegen den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes gerichtet sind,
    • eine ungesetzliche Beeinträchtigung der Amtsführung der Verfassungsorgane des Bundes oder eines Landes oder ihrer Mitglieder zum Ziel haben,
    • durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden.
  • Für eine Einbürgerung müssen Sie zudem ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Ausreichende Deutschkenntnisse werden angenommen, wenn Sie die Anforderungen der Sprachprüfung zum Zertifikat Deutsch (B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens) in mündlicher und schriftlicher Form erfüllen. Wenn Sie beispielsweise nicht schon durch Schulzeugnisse ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen können, fordert die Einbürgerungsbehörde Sie auf, nachzuweisen, dass Sie die Zertifikat-Deutschprüfung erfolgreich abgelegt haben. Adressen und Termine der Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, an denen Sie den Sprachtest ablegen können, finden Sie auf den Seiten der Volkshochschulen.
  • Für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit müssen Sie über ausreichende Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügen. Ausreichende Kenntnisse werden entweder durch einen erfolgreichen Einbürgerungstest oder das Abschlusszeugnis einer deutschen allgemeinbildenden Schule (mindestens Hauptschule) nachgewiesen. Welche Fragen im Einbürgerungstest gestellt werden und welche Kenntnisse in den darauf vorbereitenden, aber nicht verpflichtenden Einbürgerungskursen vermittelt werden, ist in der Einbürgerungstestverordnung geregelt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet weitergehende Informationen zum Einbürgerungstest. Adressen und Termine der Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, an denen Sie den Einbürgerungstest ablegen können, finden Sie auf den Seiten der Volkshochschulen.
  • Grundsätzlich wird von einbürgerungsinteressierten Ausländern die Aufgabe ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit verlangt, wenn diese nach dem ausländischen Recht nicht schon automatisch mit der Einbürgerung verloren geht.

    In besonderen Fällen, zum Beispiel wenn die Entlassung nicht in zumutbarer Zeit oder überhaupt nicht möglich ist, wird "Mehrstaatigkeit" hingenommen. Das gilt auch, wenn Sie die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz besitzen. Ob Sie unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit, gegebenenfalls auch nur unter vorübergehender Hinnahme, eingebürgert werden können, prüft die Einbürgerungsbehörde von Amts wegen.

Informationen zur Einbürgerung finden Sie im Internet auch auf den Seiten der

Die besonderen Voraussetzungen der verschiedenen Einbürgerungsmöglichkeiten finden Sie in den unten aufgeführten Verfahrensbeschreibungen.

Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Ministerium für Inneres und Sport Mecklenburg-Vorpommern. Stand: 19.02.2015