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  2. Es gibt 6 Lebenslagen für Vormundschaft
  3. Es gibt 4 Leistungen für Vormundschaft

Vormundschaft

Wer kümmert sich um meine Kinder, wenn mir was passieren sollte? Diese Frage stellen sich viele Eltern – ob sie in einer Partnerschaft leben oder allein erziehen.

Unser Angebot zu diesem Thema richtet sich an Eltern, Vormünder sowie Mündel und informiert über die Voraussetzungen und Folgen im Falle der Notwendigkeit einer Vormundschaft.

Ein Vormund wird bestimmt, wenn die bisherigen Sorgeberechtigten als gesetzliche Vertreter auf Dauer oder auch nur zeitweilig nicht eintreten können. Im Folgenden erhalten Eltern, Vormünder und Mündel (die Person für die ein Vormund bestimmt wurde) Informationen rund um das Thema Vormundschaft. Darunter finden sich unter anderem Hinweise zur Vorsorgemöglichkeit für sorgeberechtigte Eltern, die eine testamentarische Vormundschaftsregelung festlegen möchten.

Vor Beginn der Vormundschaft wird die Eignung eines möglichen Vormundes, die Einsetzung eines Pflegers sowie eventuell eines Gegenvormundes durch ein Familiengericht geprüft. Erst dann erhält der neue Vormund die notwendigen Befugnisse. Unter bestimmten Voraussetzungen kann anstelle von Personen aus dem familiären Umkreis das Jugendamt oder auch ein Verein die Vormundschaft übernehmen.

Die neuen Rechte und Pflichten des Vormundes umfassen die praktische und finanzielle Sorge für das Mündel sowie dessen gesetzliche Vertretung bis zur Volljährigkeit. Ein vorzeitiges "Ende der Vormundschaft" ist unter bestimmten Umständen möglich.

Da eine Vormundschaft in der Regel ehrenamtlich und unentgeltlich ist, erhält ein Vormund nur bei besonderen Belastungen finanzielle Hilfen in Form eines Aufwandsersatzes. Die Leistung eines Berufsvormunds dagegen wird vergütet. Unter "Weiterführende Links" finden Sie eine Übersicht mit den wichtigsten Beratungsstellen, Vereinen und Verbänden.

Inhaltsverzeichnis

  • Vormundschaft
  • 1.   Vorsorgemöglichkeit
  • 2.   Beginn der Vormundschaft
  • 2.1. Bestellung eines Vormunds durch das Gericht
  • 2.2. Privatperson als Vormund
  • 2.3. Verein als Vormund
  • 2.4. Jugendamt als Vormund
  • 2.5. Rechte des Mündels
  • 3.   Rechte und Pflichten des Vormundes
  • 3.1. Rechte und Pflichten des Gegenvormundes
  • 3.2. Rechte und Pflichten des Pflegers
  • 4.   Finanzielle Hilfen (Vormund)
  • 5.   Ende der Vormundschaft
  • 6.   Weiterführende Links

Vormundschaft

Ein Vormund wird durch das Gericht bestellt, wenn das Bedürfnis nach einer allgemeinen Fürsorge für Person oder Vermögen eines Minderjährigen besteht. Das minderjährige Kind, für das ein Vormund bestellt ist, wird Mündel.

Maßnahmen, die Eltern noch zu Lebzeiten anstoßen können, werden im Kapitel "Vorsorgemöglichkeit" erörtert.

Das Kapitel "Beginn der Vormundschaft" enthält Informationen zu den Voraussetzungen und zu dem Verfahren bei der Bestellung einer Privatperson, eines Vereines oder des Jugendamtes zum Vormund. Die Aufgaben eines Vormunds werden im Kapitel "Rechte und Pflichten des Vormundes" näher betrachtet.

Im Anschluss informieren wir Sie im Kapitel "Finanzielle Hilfen" über Möglichkeiten der Aufwandsentschädigung und der Vergütung des Vormunds.

Die Vormundschaft endet mit dem Wegfall der Voraussetzungen oder aus anderen Gründen. Mehr dazu erfahren Sie im Kapitel "Ende der Vormundschaft".

Freigabevermerk

Dieser Text wurde freigegeben durch das Justizministerium am 05.01.2011