Leistungen A-Z

  1. Geben Sie Ihren Ort an, um regionalisierte Informationen zu erhalten. - ändern
  2. Gewählte Leistung: Anmeldung der Eheschließung - Allgemeines - ändern
  3. Es wurden Informationen zu "Anmeldung der Eheschließung - Allgemeines" gefunden.

Anmeldung der Eheschließung - Allgemeines

Leistungsbeschreibung

Bevor Sie heiraten können, müssen Sie die beabsichtigte Eheschließung anmelden. Die Anmeldung für die standesamtliche Trauung wird normalerweise von den Verlobten durch persönliche Vorsprache vorgenommen. Zuständig für die Entgegennahme der Anmeldung sind die Standesbeamten der Wohnorte der Verlobten.

Hinweis: Wohnen die Verlobten an verschiedenen Orten, können sie wählen, bei welchem Standesbeamten sie die Eheschließung anmelden wollen.

Vom Ort der Anmeldung ist der Ort der standesamtlichen Trauung zu unterscheiden. Die Ehe kann bei jedem Standesamt in Deutschland geschlossen werden. Das Standesamt, bei dem die Anmeldung der Eheschließung erfolgte, prüft, ob der beabsichtigten Eheschließung kein Ehehindernis entgegensteht und die sonstigen Voraussetzungen für eine Eheschließung erfüllt sind:

  • Die Ehe kann nicht vor Eintritt der Volljährigkeit, also der Vollendung des 18. Lebensjahres, eingegangen werden.
  • Bei Ausländern können weitere oder andere Voraussetzungen zu beachten sein. Auch wenn das Heimatrecht die Ehe vor Vollendung des 18. Lebensjahres zulässt, ist eine Eheschließung in Deutschland nicht möglich.

Nicht zulässig ist:

  • die Ehe zwischen Verwandten in gerader Linie (z. B. Eltern und ihren Kindern) und zwischen Geschwistern und Halbgeschwistern
    Wenn ein Partner das Adoptivkind des anderen ist, muss vor einer beabsichtigen Eheschließung das Adoptivverhältnis aufgelöst werden. Bei Ausländern können weitere oder andere Voraussetzungen zu beachten sein.
  • eine Doppelehe
    Das heißt, eine zuvor eingegangene Ehe muss durch Tod, Scheidung oder sonstiges rechtskräftiges gerichtliches Urteil aufgelöst sein. Vergleichbares gilt für eine zuvor eingegangene eingetragene Lebenspartnerschaft. Wurde eine frühere Ehe im Ausland geschieden, muss die Scheidung in der Regel in Deutschland erst ausdrücklich anerkannt werden, damit sie hier auch wirksam wird. Ausnahmen gelten vor allem für die meisten Staaten der EU. Näheres können Sie in der Lebenslage Scheidung nachlesen.

Wird kein Ehehindernis festgestellt, wird den Eheschließenden vom Standesamt mitgeteilt, dass die Eheschließung vorgenommen werden kann. Diese Mitteilung ist für das Standesamt, das die Eheschließung vornimmt, sechs Monate verbindlich.

Hinweis: Trauzeugen sind nicht mehr erforderlich, können aber nach wie vor beteiligt werden.

Ausländer müssen vor einer Eheschließung ein sogenanntes Ehefähigkeitszeugnis vorlegen – eine Ledigkeitsbescheinigung genügt nicht. Ist die Beibringung unmöglich, muss vom Präsidenten des Oberlandesgerichts eine Befreiung erteilt werden.

Tipp: In den meisten Fällen ist es ratsam, sich beim Standesbeamten über die erforderlichen Dokumente und Unterlagen, den Hochzeitstermin und so weiter genau zu informieren. Viele Standesämter halten auch Merkblätter oder Vordrucke bereit, die Sie telefonisch, brieflich oder über das Internet anfordern können. In vielen Fällen ist es auch möglich, frühzeitig einen Hochzeitstermin mit dem Standesamt zu vereinbaren, wenn bis zum geplanten Termin die Prüfung der Ehevoraussetzungen abgeschlossen sein wird. Beachten Sie dabei, dass manche Tage als Hochzeitsdatum besonders begehrt sind und daher eine frühzeitige Reservierung ratsam ist (grundsätzlich die Tage gegen das Wochenende hin und Tage mit "auffälligem" Datum wie beispielsweise der 11.11.2011).

Manche Standesämter haben für die standesamtliche Trauung Außenstellen in besonderen Räumlichkeiten eingerichtet oder bieten Termine außerhalb der normalen Bürozeiten (insbesondere an Samstagen) an. Auch hier empfiehlt sich eine frühzeitige Beratung und Reservierung. Eine Liste der schönsten Eheschließungsorte in Mecklenburg-Vorpommern befindet sich am Ende dieses Abschnittes.

Welche Unterlagen Sie bei der Anmeldung vorlegen müssen, lesen Sie in den Verfahrensbeschreibungen.

Hinweis: Der Standesbeamte kann weitere Unterlagen nachfordern, soweit dies zur Prüfung der Ehevoraussetzungen nötig ist.


Rechtsgrundlagen

Die gesetzlichen Regelungen zur Anmeldung der Eheschließung finden Sie in den §§ 11 bis 12 des Personenstandsgesetzes.

Keine zuständige Stelle gefunden

Bitte geben Sie Ihren Ort an.