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Gefährliche Hunde

Leistungsbeschreibung

Alle Bundesländer haben Gesetze oder auch Rechtsverordnungen zur Abwehr der von gefährlichen Hunden ausgehenden Gefahren erlassen. Die Regelungen in den einzelnen Bundesländern sind unterschiedlich.

Bei Hunden bestimmter Rassen und Gruppen wird von vornherein vermutet, dass es sich um gefährliche Hunde handelt (sogenannte Listen- oder Kampfhunde). Hierzu bitte auch die Leistungsbeschreibung „Haltung eines Kampfhundes“ beachten!

In Mecklenburg-Vorpommern gelten Hunde darüber hinaus als gefährlich, die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe (gesteigerte Aggressivität) aufweisen oder einen Menschen oder Tier durch Biss geschädigt bzw. wiederholt Menschen gefährdet haben.

Für das Halten, Führen und nichtgewerbsmäßige Züchten eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt.


ausführliche Leistungsbeschreibung

Alle Bundesländer haben Gesetze oder auch Rechtsverordnungen zur Abwehr der von gefährlichen Hunden ausgehenden Gefahren erlassen. Die Regelungen in den einzelnen Bundesländern sind unterschiedlich.

Bei Hunden bestimmter Rassen und Gruppen wird von vornherein vermutet, dass es sich um gefährliche Hunde handelt (sogenannte Listen- oder Kampfhunde). Hierzu bitte auch die Leistungsbeschreibung „Haltung eines Kampfhundes“ beachten!

In Mecklenburg-Vorpommern gelten Hunde darüber hinaus als gefährlich, die eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe (gesteigerte Aggressivität) aufweisen oder einen Menschen oder Tier durch Biss geschädigt bzw. wiederholt Menschen gefährdet haben.

Für das Halten, Führen und nichtgewerbsmäßige Züchten eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt.

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Gegen Entscheidungen der zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde (Ordnungsamt) oder der zuständigen Kreisordnungsbehörde (Kreisordnungsamt) kann Widerspruch eingelegt werden (§§ 68 ff Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO). Wird dem Widerspruch nicht abgeholfen, kann Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht erhoben werden.

Erforderliche Unterlagen

Die für die Erlaubnis erforderlichen Antragsunterlagen stellt die zuständige örtliche Ordnungsbehörde zur Verfügung. Unterlagen für die Sachkundeprüfung erhalten Sie auch von der zuständigen Kreisordnungsbehörde.

Es sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Führungszeugnis (Beantragung über die Meldebehörde)
  • Sachkundenachweis (falls vorhanden)
  • Hundehalterhaftpflichtversicherung
  • Nachweis der verhaltensgerechten und ausbruchsicheren Unterbringung

Voraussetzungen

Im Rahmen dieses Erlaubnisverfahrens ist die erforderliche Sachkunde, die Geeignetheit und Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters bzw. der Hundezüchterin/des Hundezüchters sowie eine verhaltensgerechte und ausbruchsichere Unterbringung des Hundes nachzuweisen.

Es muss das 18. Lebensjahr vollendet sein.

Die erforderliche Sachkunde wird durch eine Prüfung vor der zuständigen Stelle oder einer beauftragten Stelle absolviert.

Kosten

Folgende Kosten fallen (gegenbenenfalls) an für:

  • die Feststellung der Gefährlichkeit von Hunden (Feststellungsverfahren)
  • die Ausstellung einer Bescheinigung über den Nachweis des Nichtvorliegens der Gefährlichkeit bzw. der gefahrdrohenden Eigenschaften
  • die Entscheidung über die Erteilung einer Erlaubnis
  • den Erlass einer Untersagungsverfügung
  • die Abnahme der Sachkundeprüfung

Verfahrensablauf

Ist der Hund kein sogenannter Listen- oder Kampfhund und bestehen Zweifel an der Ungefährlichkeit des Hundes, z. B. durch Beißvorfälle, gesteigerte Aggressivität, gefahrendrohendes Anspringen, kann die zuständige Ordnungsbehörde die Gefährlichkeit feststellen.

Hierfür leitet die Behörde ein sogenanntes Feststellungsverfahren ein. Auch die Hundehalterin/der Hundehalter oder die Hundezüchterin/der Hundezüchter kann die Initiative des Feststellungsverfahrens ergreifen.

Der Hund wird auf dessen Gefährlichkeit begutachtet. Wird der Hund als gefährlich eingestuft, ist ein Antrag auf Erlaubnis für das nichtgewerbsmäßige Züchten, Halten und Führen des gefährlichen Hundes zu stellen. Die zuständige Ordnungsbehörde bestätigt die Antragsstellung. Diese Bestätigung dient der Hundehalterin/dem Hundehalter oder der Hundezüchterin/dem Hundezüchter als Legitimation bis zur endgültigen Entscheidung über den Antrag.

Fristen

Bei einem gefährlichen Hund besteht die Pflicht zur unverzüglichen Antragstellung.

Formulare

Die für die Erlaubnis erforderlichen Antragsunterlagen stellt die zuständige örtliche Ordnungsbehörde zur Verfügung. Unterlagen für die Sachkundeprüfung erhalten Sie auch von der zuständigen Kreisordnungsbehörde.

Weiterführende Informationen

Sie können der zuständigen Ordnungsbehörde anhand einer Bescheinigung des Amtstierarztes oder eines beauftragten Tierarztes nachweisen, dass der Hund keine gesteigerte Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft gegenüber Menschen und Tieren aufweist.

Als gefährlich eingestufte Hunde müssen mit einer unveränderlichen Kennzeichnung versehen sein (tätowierte Zuchtregistrier-Nummer, implantierter und codierter Mikrochip).

Hinweise

Für den Umgang mit gefährlichen Hunden gibt es besondere Verbote und Gebote, z. B. keine Mitnahme auf Spielplätzen, an Badestellen, an Liegeplätze für Menschen, Leinenzwang, Leinenlänge, Maulkorbzwang und vieles mehr (§§ 1 und 3 HundehVO M-V).

Eine Erlaubnis zum nichtgewerbsmäßigen Züchten von gefährlichen Hunden berechtigt gleichzeitig zum Halten und Führen gefährlicher Hunde.

Zuständige Stelle

  • örtliche Ordnungsbehörde (Ordnungsamt) der Gemeinde, der kreisfreien Stadt
  • Kreisordnungsbehörde (Kreisordnungsamt) des Landkreises

Ansprechpunkt

örtliche Ordnungsbehörde (Ordnungsamt)

Unterstützende Institutionen

Veterinärsamt

Teaser

Für das Halten, Führen und nichtgewerbsmäßige Züchten eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt. Für den Umgang mit gefährlichen Hunden gibt es besondere Verbote und Gebote.

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