Förderfibel

Gemeinschaftsaufgabe (GRW) "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" Infrastruktur - Zuschüsse

Merkblatt

Gegenstand der Förderung:

Vorrangig investive Maßnahmen der wirtschaftsnahen einschließlich der touristischen Infrastruktur, die im Zusammenhang mit der unmittelbaren und zeitnahen Schaffung und Sicherung gewerblicher Arbeitsplätze notwendig sind. Darüber hinaus können Vorhaben der Errichtung, des Ausbaus oder der Modernisierung von Forschungsinfrastrukturen gefördert werden. Die in diesem Rahmen geförderte Infrastruktur muss zielgerichtet und vorrangig der Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft sowie der Forschung und Wissensverbreitung oder Generierung neuen Wissens dienen. 

Des Weiteren können als sog. nichtinvestive Maßnahmen integrierte regionale Entwicklungskonzepte, Planungs- und Beratungsleistungen zur Vorbereitung oder Durchführung von förderfähigen Infrastrukturmaßnahmen sowie Kooperationsnetzwerke gefördert werden. 

Zuwendungsempfänger:

Vorzugsweise kommunale Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände des Landes M-V sowie in Einzelfällen juristische Personen, die steuerbegünstigte Zwecke verfolgen und die vom Finanzamt anerkannt sind oder andere juristische Personen, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind. Zuwendungen für Forschungsinfrastrukturvorhaben werden nur an vom Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus M-V als Kompetenzzentrum anerkannte wirtschaftsnahe gemeinnützige außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ausgereicht. Im Bereich Kooperationsnetzwerke sind Zusammenschlüsse von mindestens drei Partnern notwendig, davon mindestens ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und weitere Partner aus wirtschaftsnahen Einrichtungen. 

Fördersätze:

Für wirtschaftsnahe Infrastrukturmaßnahmen können Investitionszuschüsse in der Regel bis zu 60% der zuwendungsfähigen Ausgaben bewilligt werden. Darüber hinaus kann in Ausnahmefällen mit bis zu 90% gefördert werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • die geförderte Infrastrukturmaßnahme wird im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit durchgeführt oder
  • die geförderte Infrastrukturmaßnahme fügt sich in eine regionale Entwicklungsstrategie ein oder
  • das Vorhaben dient der Revitalisierung eines Altstandortes (Industrie-, Gewerbe-, Konversions- oder Verkehrsbrachflächen).

 

Die Zuwendung beträgt für integrierte regionale Entwicklungskonzepte bis zu 75%, maximal bis zu 50.000 EUR und für Planungs- und Beratungsleistungen bis zu 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Unternehmensnetzwerke können für eine Dauer von maximal drei Jahren mit einem Zuschuss von bis zu 75%, maximal mit bis zu 200.000 EUR bei mindestens drei Partnern, gefördert werden.

Bei Forschungsinfrastrukturvorhaben beträgt die Zuwendung bis zu 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben, wobei die Beihilfeintensität 50% der beihilfefähigen Ausgaben nicht überschreiten darf.

Auf die Förderung besteht kein Rechtsanspruch.  

Antrag/ Ansprechpartner:

Formgebundener Antrag vor Beginn der Maßnahme an das Landesförderinstitut M-V, das auch zu weiteren programmspezifischen Vorbeginnsklauseln und Bestimmungen Auskünfte erteilt. Mit dem Vorhaben darf erst nach schriftlicher Zustimmung des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus begonnen werden.

Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
Werkstraße 213
19061 Schwerin
Tel.: 0385 6363-1416 oder -1413
E-Mail: info@lfi-mv.de
www.lfi-mv.de.de