Förderfibel

Naturschutzgerechte Grünlandnutzungsrichtlinie 2015

Merkblatt

Zweck und Ziel:

Nachhaltige und naturschutzgerechte Bewirtschaftung von Dauergrünlandflächen, die insbesondere Lebensraum für geschützte und bestandsbedrohte Arten sind. Wesentliche Elemente der kulturlandschaftlichen Biodiversität in Mecklenburg-Vorpommern sollen erhalten und entwickelt werden. Es handelt sich um Schutzobjekte von besonderem Naturschutzinteresse, zu deren Erhaltung eine sehr spezifische und stark ertragsgeminderte landwirtschaftliche Pflegenutzung erforderlich ist.

Wer wird gefördert:

Zuwendungsberechtigt sind Betriebsinhaberinnen oder Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013.
Förderfähig sind in M-V gelegene Flächen innerhalb vorgegebener Kulissen, wenn sich die Betriebsinhaberin oder der Betriebsinhaber verpflichtet eine landwirtschaftliche Tätigkeit auf Flächen in Mecklenburg-Vorpommern auszuüben, die Flächen für die landwirtschaftliche Erzeugung nutzt, den gesamten Betrieb für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren und 7,5 Monaten selbst bewirtschaftet und Flächen in den vorgesehenen Kulissen beantragt.

Was wird gefördert:

Gefördert wird die naturschutzgerechte Bewirtschaftung bestimmter Dauergrünlandflächen in Küstenvogelbrutgebieten und auf Salzgrasland, auf extrem nassen Grünlandstandorten, auf Feucht- und Nassgrünland nährstoffarmer Standorte, auf Magergrasland und Heiden sowie auf Renaturierungsgrünland.

Wie wird gefördert?

Die Höhe der Zuwendung beträgt jährlich für die Verpflichtungsvarianten

  1. "Küstenvogelbrutgebiete und Salzgrasland"
    340 Euro je Hektar,
  2. "Extrem nasse Grünlandstandorte"
    450 Euro je Hektar,
  3. "Feucht- und Nassgrünland nährstoffärmerer Standorte
    340 Euro je Hektar,
  4. "Magergrasland und Heiden"
    340 Euro je Hektar,
  5. "Magergrasland und Heiden" bei Beweidung mit Schafherden mit einem Anteil von Ziegen von mindestens 5 Prozent
    340 Euro je Hektar,
  6. "Renaturierungsgrünland"
    400 Euro je Hektar,

Die Zuwendungen nach Satz 1 werden für das erste Verpflichtungsjahr auf 7,5 Monate gekürzt.

Antragsverfahren

Die Zuwendungen werden auf Antrag gewährt.
Die Zahlungen für die laufenden Verpflichtungen erfolgen auf Grundlage eines Zahlungsantrages, der als Teil des Sammelantrages auf Agrarförderung jährlich bis spätestens 15. Mai des laufenden Verpflichtungsjahres bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu stellen ist.

Antragsunterlagen

Informationen zur Antragstellung sind bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu erhalten.

Ansprechpartner