Förderfibel

Strukturelementerichtlinie 2015

Merkblatt

Zweck und Ziel:

Bereitstellung von Ackerflächen, auf denen Schon-, Gewässer- oder Erosionsschutzstreifen, Blühstreifen oder Blühflächen etabliert sowie bewirtschaftet, gepflegt und unterhalten werden.

Wer wird gefördert:

Zuwendungsberechtigt sind Betriebsinhaberinnen oder Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013.

Was wird gefördert:

Gefördert wird die Anlage von Gewässerschutzstreifen, Erosionsschutzstreifen, ein- und mehrjährigen Blühstreifen und -flächen, Schonstreifen an Alleen.
Die Flächen, auf denen die Strukturelemente angelegt werden, gelten als aus der Produktion genommene Flächen.
Gewässerschutzstreifen werden innerhalb der vorgesehenen Kulisse entlang von offenen Fließgewässern angelegt.
Erosionsschutzstreifen werden in den dafür vorgesehenen Kulissen angelegt.
Blühstreifen und -flächen können landesweit angelegt werden. Die maximale Förderfläche dafür beträgt pro Betrieb 5 ha.
Schonstreifen sind als Schutz entlang von Alleen auf Ackerflächen anzulegen.
Bei Anlage von Streifen beträgt die Mindestbreite 5 Meter und die maximale Breite 30 Meter.
Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und von Düngemitteln, die Stickstoff enthalten, ist unzulässig.
Die angelegten Strukturelemente können als ökologische Vorrangfläche herangezogen werden, soweit die über diese Verpflichtung hinausgehenden Anforderungen an die Flächenarten gemäß Artikel 45 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 erfüllt werden.
Die genauen Anforderungen sind der Richtlinie und dem ausführlichen Merkblatt zu entnehmen.

Wie wird gefördert:

Die Höhe der Zuwendung ist abhängig von der gewählten Verpflichtungsvariante und beträgt jährlich:

  • 610 Euro je Hektar für die Anlage von Gewässerschutzstreifen und Erosionsschutzstreifen
  • 680 Euro je Hektar für die Anlage von ein- oder mehrjährigen Blühstreifen oder -flächen,
  • 540 Euro je Hektar für die Anlage von Schonstreifen an Alleen
Antragsverfahren

Die Zuwendungen werden auf Antrag gewährt.
Die Zahlungen für laufende Verpflichtungen erfolgen auf Grundlage eines Zahlungsantrages, der als Teil des Sammelantrages auf Agrarförderung jährlich bis spätestens 15. Mai des laufenden Verpflichtungsjahres bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu stellen ist.

Antragsunterlagen

Informationen zur Antragstellung sind bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu erhalten.

Ansprechpartner