Förderfibel

Vielfältige Kulturen Richtlinie 2015

Merkblatt

Zweck und Ziel:

Gefördert wird der Anbau von jährlich mindestens fünf verschiedenen Hauptfruchtarten in Kombination mit dem Anbau von Leguminosen auf der Ackerfläche des Betriebes.

Wer wird gefördert:

Zuwendungsberechtigt sind Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013.

Was wird gefördert:

Förderfähig sind in Mecklenburg-Vorpommern gelegene Flächen, wenn sich der Betriebsinhaber verpflichtet:

  1. den Betrieb für die Dauer der Verpflichtung (mindestens 5 Jahre und 7,5 Monate) selbst zu bewirtschaften,
  2. die Flächen für die landwirtschaftliche Erzeugung nutzt,
  3. jährlich mindestens 5 verschiedene Hauptfruchtarten anzubauen. Dabei darf der Anbau jeder Hauptfruchtart 10 % der Ackerfläche nicht unterschreiten und 30 % nicht überschreiten,
  4. jährlich auf mindestens 10 % der bestehenden Ackerfläche in Mecklenburg-Vorpommern Leguminosen oder Gemenge die Leguminosen enthalten anzubauen in den Varianten:

    Variante 1: Auf mindestens 10 % der gesamten Ackerfläche des Betriebes sind Leguminosen oder Gemenge, die Leguminosen enthalten, anzubauen.

    Variante 2: Auf mindestens 10 % der gesamten Ackerfläche des Betriebes sind Leguminosen oder Gemenge, die Leguminosen enthalten, anzubauen. Ferner sind davon auf mindestens 5 % der Ackerfläche größkörnige Leguminosen anzubauen. (Der Anteil kleinkörniger Leguminosen kann auch größer als 5 % sein.)

    Variante 3: Auf mindestens 10 % der Ackerfläche sind großkörnige Leguminosen anzubauen. Weitere Flächen über die 10 % hinaus können mit kleinkörnigen Leguminosen bestellt sein.

  5. den Umfang der Dauergrünlandfläche des Betriebes insgesamt außer in den Fällen des Besitzwechsels, der mehrjährigen Stilllegung oder der Erstaufforstung derselben nicht zu verringern.
Wie wird gefördert:

Die Höhe der Zuwendung beträgt jährlich:

Bei Variante 1: 65 Euro/ha Ackerfläche bei konventtionell wirtschaftenden Betrieben und 40 Euro/ha Ackerland bei Betrieben die eine Zuwendung für die Einführung oder Beibehaltung ökologischer Anbauverfahrenerhalten.

Bei Variante 2: 75 Euro/ha Ackerfläche bei konventtionell wirtschaftenden Betrieben und 50 Euro/ha Ackerland bei Betrieben die eine Zuwendung für die Einführung oder Beibehaltung ökologischer Anbauverfahrenerhalten.

Bei Variante 3: 85 Euro/ha Ackerfläche bei konventtionell wirtschaftenden Betrieben und 60 Euro/ha Ackerland bei Betrieben die eine Zuwendung für die Einführung oder Beibehaltung ökologischer Anbauverfahrenerhalten.

Werden mit Leguminosen bebaute Flächen gleichzeitig als ökologische Vorrangflächen herangezogen, werden die Zuwendungsbeträge jeweils um 20 Euro je Hektar förderfähiger Ackerfläche abgesenkt.

Antragsverfahren

Die Zuwendungen werden auf Antrag gewährt.
Die Zahlungen für laufende Verpflichtungen erfolgen auf Grundlage eines Zahlungsantrages, der als Teil des Sammelantrages auf Agrarförderung jährlich bis spätestens 15. Mai des laufenden Verpflichtungsjahres bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu stellen ist.

Antragsunterlagen

Informationen zur Antragstellung sind bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu erhalten.

Ansprechpartner