Förderfibel

Förderung von Humankapital und sozialem Dialog in der Aquakultur

Merkblatt

Fundstelle der Richtlinie im Amtsblatt

Richtlinie zur Förderung der Fischerei, Aquakultur und Fischwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern (FischFöRL M-V) vom
09. August .2016, AmtsBl. M-V 2016 S. 893

Zweck und Ziel:

Die Förderung zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen der Aquakultur zu verbessern.

Wer wird gefördert:

Zuwendungsempfänger:

Zuwendungsempfänger können Unternehmen jeder Rechtsform sein.

Fördervoraussetzungen:

  1. Zuwendungsempfänger müssen ihren Sitz und Geschäftsbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern haben. Es darf gegen sie kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden sein.
  2. Zuwendungsempfänger und deren verbundene und verpartnerte Unternehmen dürfen für Maßnahmen der Vermarktung- und Verarbeitung von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen nicht mehr als 250 Beschäftigte und nicht mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro haben.
  3. Der Zuwendungsempfänger muss eine ordnungsgemäße Geschäftsführung nachweisen.
  4. Die Zuwendung setzt voraus, dass die Liquidität des Zuwendungsempfängers und die Rentabilität des Vorhabens durch die Zuwendung nachhaltig gesichert erscheinen.
  5. Die zuwendungsfähigen Ausgaben je Vorhaben müssen mindestens 5.000 Euro betragen.
  6. Zuwendungen werden grundsätzlich nur für solche Vorhaben bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages zu werten. Die Bewilligungsbehörde kann auf Antrag die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn erteilen, soweit dies durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V zugelassen wird.
  7. Die Inanspruchnahme anderer Fördermittel für den gleichen Zweck ist nicht zulässig.
  8. Der Zuwendungsempfänger (natürliche oder juristische Person) muss je Auftrag mindestens drei Angebote schriftlich einholen.
    Die Aufforderung zur Angebotsabgabe sollte eine realistische Terminsetzung für die Abgabe des Angebots enthalten. Die Aufforderung zur Angebotsabgabe muss vergleichbar sein.
    Die Angebote müssen von mindestens drei geeigneten Bietern eingeholt werden und sie müssen eine Frist hinsichtlich ihrer Gültigkeit enthalten.
    Ist es aus objektiven Gründen nicht möglich, drei Angebote einzuholen, muss dieses vom Zuwendungsempfänger entsprechend begründet und nachvollziehbar dargestellt werden (das kann z.B. bei der Anschaffung von Spezialmaschinen der Fall sein).

    Preisdarstellungen aus dem Internet oder während evtl. Messebesuche ermittelte Preise gelten dabei nicht als Angebote.
    Wird bei der Einholung nicht extra auf andere Auswahlkriterien hingewiesen, ist der Preis das entscheidende Kriterium. Das heißt, der Zuwendungsempfänger ist an das preisgünstigste Angebot gebunden bzw. die Höhe der Fördermittel wird auf Grundlage des preisgünstigsten Angebotes berechnet.

    Gibt es im Laufe der Angebotseinholung neue Erkenntnisse beim Zuwendungsempfänger und der Auftrag soll geändert oder ergänzt werden (z.B. enthält das erste eingegangene Angebot ein Zusatzelement, welches der Zuwendungsempfänger bisher nicht bedacht hatte), ist auch dieses ohne Probleme möglich. Wichtig ist, dass alle Bieter über die geänderten Bedingungen informiert werden.

    Ist der Zuwendungsempfänger eine öffentliche Einrichtung, ist das Vergaberecht zu beachten.
  9. Das Investitionsvorhaben muss spätestens zwei Jahre nach der Bewilligung abgeschlossen sein.
  10. Nicht gefördert werden können Vorhaben, wenn die geplanten Maßnahmen nach geltendem Recht vorgeschrieben sind.

Hinweis: Der Endtermin für die Bewilligung von Ausgaben ist der 30.06.2023. Der Endtermin für die Auszahlung der Zuwendung für das Vorhaben ist der 31.07.2023.

 

Gefördert werden können zum Beispiel:

  • Berufliche Bildung, lebenslanges Lernen, die Verbreitung von wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen und innovativen Verfahren
  • Der Erwerb neuer beruflicher Fertigkeiten in der Aquakultur sowie in Bezug auf die Verringerung der Umweltbelastung durch Aquakulturtätigkeiten
  • Die Verbesserung der Arbeitsplatzbedingungen und die Förderung der Sicherheit am Arbeitsplatz
  • die Vernetzung und der Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren unter Aquakulturunternehmen oder Berufsorganisationen und anderen Beteiligten
  • Stellen zur Förderung von Chancengleichheit von Männern und Frauen
Wie wird gefördert:

Die Förderung erfolgt in Form von Zuwendungsbeträgen (Zuschüssen).

Die Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen Ausgaben.

Es kann ein Zuschuss von bis zu 49 Prozent gewährt werden.

Antragsverfahren

Ein Förderantrag kann bei der Bewilligungsbehörde gestellt werden. Letzter Termin ist der 30.04.2023.

Bewilligungsbehörde:

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V
Referat 560
19048 Schwerin

Antragsunterlagen

Siehe Anlagen

Ansprechpartner

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V
Referat 560
19048 Schwerin

Herr Philipp Zicker
Tel.: 0385/ 588-6569
E-Mail: p.zicker@lm.mv-regierung.de

Vertreter:
Mathias Müller
Tel.: 0385 / 588-6562
E-Mail: m.mueller@lm.mv-regierung.de