Förderfibel

Förderung von Kleinprojekten der ländlichen Entwicklung (GAK-Regionalbudgetförderrichtlinie)

Merkblatt

Zweck und Ziel:

Zweck der Förderung ist es, durch die finanzielle Unterstützung von Kleinprojekten engagierten Akteuren in ihrem Bemühen um eine Entwicklung der ländlichen Region zu helfen. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen eines GAK-Regionalbudgets.

Wer wird gefördert:

Erstempfänger der Zuwendung sind

  • Lokale Aktionsgruppen mit eigener Rechtspersönlichkeit
  • Gebietskörperschaften oder Ämter, die als in administrativer und finanzieller Sicht verantwortlicher Partner der jeweiligen lokalen Aktionsgruppe mit der Verwaltung der Durchführung der Strategie für lokale Entwicklung beauftragt wurden.

 Letztempfänger der Zuwendung sind

  • natürliche Personen und Personengesellschaften,
  • juristische Personen des privaten Rechts,
  • juristische Personen des öffentlichen Rechts

Der Erstempfänger leitet die Zuwendung an den Letztempfänger weiter.

Was wird gefördert:

Gefördert werden Kleinprojekte (Vorhaben mit zuwendungsfähigen Gesamtausgaben von nicht mehr als 20.000 Euro), die zur Umsetzung der von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Strategie für lokale Entwicklung dienen:

  • Bauvorhaben
  • Architekten- und Ingenieurleistungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung, Planung und Begleitung von Baumaßnahmen
  • Anschaffungen einschließlich der Lieferung und Errichtung oder Installation
  • konzeptionelle, planerische oder künstlerische Leistungen einschließlich Machbarkeitsuntersuchungen und Erhebungen
  • die Durchführung von Veranstaltungen einschließlich deren Moderation
  • der Erwerb oder die Entwicklung von Computersoftware
  • der Kauf von Patenten, Lizenzen, Copyrights oder Marken

soweit es sich jeweils nicht um Eigenleistungen des Zuwendungsempfängers handelt.

Die Zuwendung an den Erstempfänger beträgt 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bis zu 200.000 Euro je lokaler Aktionsgruppe und Jahr.

Die Zuwendung an den Letztempfänger beträgt 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 16.000 Euro.

Antragsverfahren

Erstempfänger stellen bis zum 30. September (für 2021 abweichend bis zum 31.03.2021) beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt einen Förderantrag für das folgende Haushaltsjahr.

Der Erstempfänger veröffentlicht das Auswahl- und Antragsverfahren an den Letztempfänger.

Zuwendungen an Letztempfänger werden durch den Erstempfänger gewährt. 

Die Vorhaben werden durch die Lokale Aktionsgruppe oder ein von ihr bestimmtes Auswahlgremium nach den in der jeweiligen Strategie für lokale Entwicklung dargelegten Auswahlkriterien ausgewählt. 

Förderanträge sind durch den Letztempfänger formgebunden und vor Beginn des jeweiligen Vorhabens beim Erstempfänger zu stellen. Dieser bewilligt die Zuwendung und zahlt die Zuwendung auf der Grundlage eines formgebundenen Zahlungsantrages, den der Zuwendungsempfänger beim Erstempfänger stellt, aus.

Antragsunterlagen

Die mit dem Förderantrag einzureichenden Unterlagen sind in den für die Antragstellung erforderlichen Formularen genannt.
Sie sind unten zum Download bereitgestellt.

Die Bewilligungsbehörde kann die Vorlage weiterer Unterlagen verlangen, soweit dies für die Entscheidung über die Bewilligung einer Zuwendung erforderlich ist.

Ansprechpartner

Ansprechpartner für den Letztempfänger sind die jeweilige Lokale Aktionsgruppe (siehe www.lm.mv-regierung.de/LEADER) und der Erstempfänger der Zuwendung.