Förderfibel

Diversifizierung

Merkblatt

Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen zur Schaffung außerlandwirtschaftlicher Einkommensquellen - Diversifizierung

Richtlinie vom 1. März 2015, AmtsBl. M-V 2015 S. 117, in der aktuellen Fassung

Zweck und Ziel:

Das Land gewährt als Beitrag zur Erhaltung der Wirtschaftskraft des ländlichen Raumes Zuwendungen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen.

Wer wird gefördert:

Zuwendungsempfänger:

Landwirtschaftliche Unternehmen, deren wesentliche Geschäftstätigkeit darin besteht durch Bodenbewirtschaftung oder hiermit verbundene Tierhaltung pflanzliche oder tierische Erzeugnisse zu gewinnen. Die im Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte genannte Mindestgröße muss erreicht werden.

Weiterhin können Inhaber landwirtschaftlicher Einzelunternehmen, deren Ehegatten oder mitarbeitende Familienangehörige, soweit sie in räumlicher Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb erstmalig eine selbstständige Existenz gründen oder entwickeln, gefördert werden. Die Kriterien für Kleinst- oder kleine Unternehmen müssen erfüllt werden.

Fördervoraussetzungen:

  • Nachweis der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und der Investitionsmaßnahme anhand eines Investitionskonzeptes
  • Mindestinvestitionsvolumen von 10.000 EUR; bei Kurzumtriebsplantagen 7.500 EUR
  • Der Gesamtwert der gewährten Beihilfen darf 200.000 EUR bezogen auf einen Zeitraum von drei Steuerjahren (De-minimis) nicht überschreiten.
Was wird gefördert:
  • Investitionen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen landwirtschaftlicher Betriebe aus selbständiger Tätigkeit außerhalb der Landwirtschaft z.B. Hofladen/Direktvermarktung,
  • Urlaub auf dem Bauernhof bis zu einer Gesamtkapazität von 25 Gästebetten
  • Kurzumtriebsplantagen bis zu 10 ha je Antragsteller (außer Stromproduktion im eigenen Unternehmen oder Vergütung nach EEG)
  • Investitionen in die Direktvermarktung von Brennereien mit einer Produktion von 10 hl/Jahr
  • allgemeine Aufwendungen z. B. für Architekten-, Ingenieur- und Beratungsleistungen
Wie wird gefördert:

Projektförderung in Form einer Anteilfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss.

  • bis 25% der zuwendungsfähigen Ausgaben
  • bis 40% bei Kurzumtriebsplantagen höchstens einmalig 1.200 EUR/ha (nur bis 31.12.2018)
Antragsverfahren

Der Antrag ist bis zum 31. August eines jeden Jahres bei der Bewilligungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, einzureichen.

Antragsunterlagen

Mit dem Förderantrag sind u.a. folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Investitionskonzept in Papierform bzw. auf Datenträger
  • Berater- oder Betreuerbericht
  • De-minimis Erklärung
  • KMU - Erklärung zu bestehenden Unternehmensbeteiligungen
  • Erklärung „kein Unternehmen in Schwierigkeiten“, Deggendorfklausel
  • Erhebungsblatt zur Evaluation des Förderprogramms
  • Nachweis der Gesamtfinanzierung
  • aktueller Handelsregisterauszug/ GbR Vertrag
  • Bauunterlagen
  • Architekten- bzw. Ingenieurvertrag
  • Eigentumsnachweis/Lageplan
  • Bauunterlagen
  • mindestens drei Kostenangebote (vgl. Merkblatt Vergabe) oder Kostenschätzung
  • behördliche Genehmigungen
  • Planungsrechnung bei Existenzgründung mit Nachweis eines angemessenen Eigenkapitalanteils am Unternehmen und am zu fördernden Vorhaben
Ansprechpartner

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg
Bleicherufer 13
19053 Schwerin
Herr Rentz Tel.: 0385 59586-270
Herr Kulessa Tel.: 0385 59586-271

Fax: 0385 59586-570
E-mail: poststelle@staluwm.mv-regierung.de

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Mecklenburg-Vorpommern
Referat 300
Paulshöher Weg 1
19061 Schwerin
Tel.: 0385 588-0
Fax: 0385 588-6024

Dieses Merkblatt gibt einen Überblick über bestehende Fördermöglichkeiten/-voraussetzungen im Rahmen der Diversifizierung. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Richtlinie bzw. wenden Sie sich an die Bewilligungsbehörde.