Förderfibel

Extensivierungsrichtlinie 2015

Merkblatt

Zweck und Ziel:

Einführung oder Beibehaltung ökologischer Anbauverfahren zur nachhaltigen Verbesserung der natürlichen und wirtschaftlichen Produktionsbedingungen im Einklang mit den Belangen des Schutzes der Umwelt und der Erhaltung des natürlichen Lebensraums.

Wer wird gefördert:

Zuwendungsberechtigt sind Betriebsinhaberinnen oder Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 4 Absatz 1Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr.1307/2013, die aktive Betriebsinhaber im Sinne des Artikels 9 der Verordnung (EU) Nr.1307/2013 sind.

Was wird gefördert:

Förderfähig sind in Mecklenburg-Vorpommern gelegene Flächen, wenn sich die Betriebsinhaberin oder der Betriebsinhaber verpflichtet:

  1. den Betrieb für die Dauer der Verpflichtung selbst zu bewirtschaften
  2. für die Dauer von mindestens fünf Jahren und 7,5 Monaten
    1. eine ökologische Produktionsweise einzuführen oder beizubehalten, die den Anforderungen der VO (EG) Nr. 834/2007 i. V. m. VO (EG) Nr. 889/2008 (EG-Öko-Verordnung) entspricht,
    2. den Umfang der Dauergrünlandfläche, außer in den Fällen des Besitzwechsels oder der Erstaufforstung derselben, nicht zu verringern.
  3. die Flächen für die landwirtschaftliche Erzeugung zu nutzen und gemäß den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung zu bewirtschaften.

Der Betriebsinhaber ist verpflichtet, sein Unternehmen jährlich dem Kontrollverfahren nach der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 zu unterziehen. Der mit der Kontrollstelle abgeschlossene Vertrag ist vor Beginn des Verpflichtungszeitraumes, bis spätestens 15. Mai des Antragsjahres, bei der zuständigen Bewilligungsbehörde einzureichen. Betriebsinhaber, die erstmalig einen Antrag stellen, müssen die Erstkontrolle bis spätestens 15. Mai des Antragsjahres durch die Kontrollstelle vornehmen lassen.
Die Zuwendung für die Einführung wird nur dann gewährt, wenn sich zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrages auf Zuwendung mindestens 60 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche des Betriebes im zweijährigen Umstellungszeitraum befindet. Die Flächen, die sich in der Umstellung befinden, sind nachzuweisen und durch die Kontrollstelle zu bestätigen.

Wie wird gefördert:

Die Höhe der Zuwendung beträgt jährlich

  1. für die Einführung des ökologisch/biologischen Landbaus
    • 1150 Euro je Hektar Dauerkulturen,
    • 835 Euro je Hektar Gemüse,
    • 260 Euro je Hektar übrige Ackerfläche und Dauergrünland;
    die Zuwendung für die Einführung wird für zwei Jahre gewährt.
  2. für die Beibehaltung des ökologisch/biologischen Landbaus
    • 675 Euro je Hektar Dauerkulturen,
    • 330 Euro je Hektar Gemüse,
    • 200 Euro je Hektar übrige Ackerfläche und Dauergrünland.

Für die Teilnahme am Kontrollverfahren nach der VO (EG) Nr.834/2007 kann zusätzlich eine Zuwendung von 50 Euro je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, jedoch höchstens 600 Euro je Unternehmen, gewährt werden.

Antragsverfahren

Die Zuwendungen werden auf Antrag gewährt. Der Antrag auf Förderung für den Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren und 7,5 Monaten ist vor Beginn des Verpflichtungszeitraumes bis zum 15. Mai (Ausschlussfrist) bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu stellen.
Die Zahlungen erfolgen auf Grundlage eines Zahlungsantrages, der als teil des Sammelantrages auf Agrarförderung jährlich bis spätestens 15. Mai des laufenden Verpflichtungsjahres bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu stellen ist.

Antragsunterlagen

Informationen zur Antragstellung sind bei der zuständigen Bewilligungsbehörde zu erhalten.

Ansprechpartner